Dienstag, 15. September 2015

Bedlington Terrier - der Wolf im Schafspelz

Als klein aber oho, könnte man den aktiven Bedlington Terrier durchaus bezeichnen. Seinem Herrn treu ergeben ist der drahtige Kerl allzeit bereit, Höchstleistungen zu erbringen.


Bedlington Terrier (pixabay.com)

Rassegeschichte:


Die Ahnentafel des Bedlington Terriers reicht weit zurück. 1870 wurde er in England als Rassehund eingetragen. Seine Intelligenz und Ausdauer machten ihn zu einem hervorragendem Jagdhund, der früher die Städte von Ratten befreite und von seinen Herrchen zur Jagd auf Kleinsäuger und Kaninchen eingesetzt wurde. Nach Deutschland kam der flinke Kerl erst 1920. Heute wird er kaum zur Jagd eingesetzt, dafür ist er gerne bereit, seinen Arbeitseifer in allen möglichen Hundesportarten auszuleben.



Aussehen und Pflege:


Der Bedlington Terrier ähnelt auf dem ersten Blick eher einem Lamm, als einem Hund. Der mittelgroße Hund erreicht eine Höhe bis 41 cm und wiegt zwischen 8 - 10 kg. Sein Kopf ist keil- bzw. birnenförmig mit Hängeohren, der Körper ist drahtig und schlank und anmutig. Deutlich kann man einen gewissen Windhundanteil erkennen. Das Fell ist dick und flachsartig, zum Teil mit Korkenzieherlocken. Ihn gibt es in den Fellbarben sand, leber und blau. Der Bedlington Terrier hat keinen Fellwechsel und muss regelmäßig gebürstet und geschoren werden.

Charakter:


Der Bedlington Terrier ist ein sanfter, ruhiger, ausgeglichener und freundlicher Hund, jedoch nur wenn er auch seinem Jagdtrieb entsprechend ausgelastet ist. Er gilt ausserdem als sehr wachsam und mutig. Er braucht viel Bewegung und Kopfarbeit, um ein ausgeglichener Gefährte zu werden. Geeignet sind alle Hundesportarten, wie z.B. Agility oder Dummytraining. Diese Rasse ist eher für erfahrene Hundebesitzer geeignet und sollte nicht in einer Stadtwohnung leben müssen.

Rassebedingte Erkrankungen:


Der Bedlington Terrier hat in seltenen Fällen eine Neigung zu Augenerkrankungen und Kupfertoxikose. Bei der Kupfertoxikose wird Kupfer in der Leber eingelagert und schädigt diese. Über einen Gentest kann dies erkannt werden, sodass die Krankheit nicht mehr sehr häufig auftritt.



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